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SEPA-Lastschriften-Glossar
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Ablehnung
Eine Ablehnung (Refusal) ist eine vom Zahlungspflichtigen ausgelöste Forderung an sein Finanzinstitut, den Lastschrifteinzug vor der Verrechnung nicht zu begleichen (R-Transaktion). Die Ablehnung hat zur Folge, dass das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen den entsprechenden Einzug zurückweist.
Abweichender Zahlungsempfänger
Letztbegünstigter einer Zahlung, der nicht zwangsläufig Inhaber des Zahlungsempfängerkontos ist.
Abweichender Zahlungspflichtiger
Eigentlicher Schuldner gegenüber dem Zahlungsempfänger, der nicht zwangsläufig Inhaber des Kontos des Zahlungspflichtigen ist.
Annullationsanfrage
Forderung seitens des Finanzinstituts des Zahlungsempfängers nach Annullierung eines Lastschrifteinzuges vor der Verrechnung.
Auftrag
Ein Auftrag ist eine Zusammenfassung einzelner Einzüge mit gleichen Merkmalen.
Auftraggeber
Zahlungsauslöser
Ausgleichszahlung
Eine Zahlung, die die Bank des Zahlungsempfängers der Bank des Zahlungspflichtigen aufgrund der anfallenden Kosten bei der Bank des Zahlungspflichtigen im Zusammenhang mit einer Lastschrifttransaktion leistet.
BIC
Ein BIC (Bank Identifier Code) ist ein von SWIFT vergebener 8- oder 11-ziffriger ISO-Code und dient der eindeutigen Identifizierung eines Finanzinstituts bei Finanztransaktionen (ISO 9362).
Buchungstag/-datum
Datum, an welchem das Konto des Zahlungspflichtigen belastet wird.
camt
Steht für Cash Management und bezeichnet XML-Meldungen gemäss den Definitionen des ISO 20022-Standards.
camt.056.001.01
Steht für eine FIToFI Payment Cancellation Request-Meldung. Sie erfolgt zwischen dem beauftragenden (Instructing Agent) und dem beauftragten Akteur (Instructed Agent), um die Annullierung einer Original-Zahlungsinstruktion (z.B. FIToFICustomerDirectDebit) zu erwirken.
Creditor Agent
Das Finanzinstitut des Zahlungsempfänger, das die Lastschrifttransaktion im Auftrag des Kontoinhabers bzw. eines zwischengeschalteten Instituts erhält und die Kontogutschrift vornimmt.
CSM
Ein Clearing and Settlement Mechanism (CSM) erlaubt den Verfahrensteilnehmern oder deren Zweigstellen, Zahlungen untereinander abzurechnen (clearing) und zu verrechnen (settlement).
Debtor Agent
Das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen, das vom Zahlungsempfänger bzw. von einem ermächtigten zwischengeschalteten Institut die Lastschrifttransaktion erhält und abwickelt.
Einzug
Der Einzug einer Lastschrifttransaktion wird vom Zahlungsempfänger ausgelöst und mit der Kontobelastung des Zahlungspflichtigen oder mit einer Rückweisung (Reject), Rückgabe (Return) bzw. Rückvergütung (Refund) abgeschlossen.
EPC
Der European Payments Council (EPC), ein Zusammenschluss von Banken und Bankenverbänden aus ganz Europa, ist der Eigner der SEPA-Verfahren und definiert die Regeln u.a. für das SEPA-Lastschriftverfahren.
Fälligkeitsdatum
Ein Bankwerktag, an dem das Konto des Zahlungspflichtigen durch sein Finanzinstitut belastet werden soll.
Finanzinstitut des Zahlungsempfängers
Ein Finanzinstitut, bei welchem das Konto des Zahlungsempfängers unterhalten wird.
Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen
Ein Finanzinstitut, bei welchem das Konto des Zahlungspflichtigen unterhalten wird.
IBAN
IBAN steht für International Bank Account Number und ist die international standardisierte Darstellung einer Kontonummer.
Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers
Eine europaweit einheitliche und standardisierte Nummer, die den Zahlungsempfänger eindeutig identifiziert und ihm erlaubt, eine SEPA-Lastschrift kontounabhängig einzuziehen.
Instructing Agent
Akteur, der die nächste Partei in der Zahlungskette beauftragt, den Auftrag oder eine Reihe von Aufträgen auszuführen.
Interbankentgelt
Eine Gebühr, die zwischen Finanzinstituten von Zahlungsempfängern und Finanzinstituten von Zahlungspflichtigen für die Transaktionskosten erhoben wird.
Interbankentgeltregelung
Eine Vorgabevereinbarung zwischen Finanzinstituten von Zahlungsempfängern und Finanzinstituten von Zahlungspflichtigen betreffend einem Interbankentgelt (Multilateral Balancing Payment).
Konsument
Ein Zahlungsempfänger oder Zahlungspflichtiger, der keine Bank und kein Unternehmen ist.
Mandatsreferenz
Diese Referenz identifiziert für einen jeweiligen Zahlungsempfänger jedes für ihn unterschriebene Mandat eines beliebigen Zahlungsempfänger. Diese Nummer muss für jedes Mandat zusammen mit der Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers eindeutig sein.
pacs
Steht für Payments Clearing and Settlement und bezeichnet XML-Meldungen im Interbankverkehr gemäss den Definitionen des ISO 20022-Standards.
pacs.002.001.02
Steht für eine XML-Meldung (PaymentInitiationStatusReport), die von einem beauftragten Akteur (Instructed Agent) an den Zahlungsauslöser geschickt wird, um letzteren über den positiven, negativen oder pendenten Status eines Einzugs zu informieren.
pacs.003.001.01
Steht für eine XML-Meldung (FIToFICustomerDirectDebit), die vom Finanzinstitut des Zahlungsempfänger (Creditor Agent) dem Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen (Debtor Agent) geschickt wird, und zwar direkt oder über andere Akteure und/oder über ein Zahlungsverkehrssystem. Die Meldung wird eingesetzt, um Gelder vom Konto des Zahlungspflichtigen für einen Zahlungsempfänger einzuziehen.
pacs.004.001.01
Steht für eine XML-Meldung (PaymentReturn), die von einem Akteur dem in der Zahlungskette vorher beteiligten Akteur verschickt wird, um eine bereits verrechnete Zahlung rückgängig zu machen.
pacs.007.01.01
Steht für eine XML-Meldung (FIToFIPaymentReversal), die von einem Akteur dem in der Zahlungskette nachfolgenden beteiligten Akteur verschickt wird, um eine bereits ausgeführte Zahlung rückgängig zu machen.
pain
Steht für Payments Initiation und bezeichnet eine XML-Meldung im Verkehr Kunde-Bank gemäss den Definitionen des ISO 20022-Standards.
pain.002.001.02
Steht für eine XML-Meldung (CustomerPaymentStatusReport), die von einem beauftragten Akteur (Instructed Agent) an den Zahlungsauslöser geschickt wird, um letzteren über den positiven, negativen oder pendenten Status eines Einzugs zu informieren.
pain.008.001.01
Steht für eine XML-Meldung (CustomerDirectDebitInitiation), die vom Auftraggeber dem übermittelnden Akteur oder dem Finanzinstitut des Zahlungsempfängers (Creditor Agent) geschickt wird, um Einzel- oder Sammeleinzüge vom Konto oder von den Konten eines oder mehrerer Zahlungspflichtigen für einen Zahlungsempfänger anzufordern.
Pan-European Automated Clearing House (PE-ACH)
Pan-europäisches automatisiertes Clearinghaus; Verrechnungsstelle für den Massenzahlungsverkehr
Reason Code
Dieser Code gibt Auskunft über den Grund für die Rückgabe eines Einzugs. Der Grund wird vom Zahlungsempfänger definiert, der die Rückgabe auslöst und kann vom Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen verwendet werden, um den Zahlungspflichtigen über den Grund seiner Kontogutschrift zu informieren.
R-Transaktion
Eine Lastschrifttransaktion, die in einer Ausnahmeverarbeitung resultiert, wird als R-Transaktion bezeichnet.
Rückgabe
Eine Rückgabe (Return) wird vom Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen veranlasst, sofern der Einzug nach der Verrechnung von der regulären Abwicklung abweicht (R-Transaktion).
Rücküberweisung
Eine Rücküberweisung (Reversal) kann vom Zahlungsempfänger bis spätestens zwei Bankwerktage nach Verrechnung der Lastschrift ausgelöst werden (R-Transaktion).
Rückvergütung
Rückvergütungen (Refunds) sind Forderungen des Zahlungspflichtigen um Rückerstattung einer Lastschrift. Eine Rückvergütungsanfrage muss nach der Belastung und innerhalb einer definierten Zeitperiode an das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen gesendet werden. Dieses fordert den Betrag vom Finanzinstitut des Zahlungsempfängers mit einer R-Transaktion zurück.
Rückvergütungskompensation
Das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen hat das Recht, bei einer Rückvergütung eine Entschädigung vom Finanzinstitut des Zahlungsempfängers für den aufgetretenen Zinsverlust zu verlangen.
Rückweisung
Das Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen kann die Rückweisung (Reject) eines Einzugs vor der Verrechnung aus technischen Gründen veranlassen oder weil es aus anderweitigen Gründen nicht in der Lage ist, den Einzug anzunehmen (R-Transaktion).
SEPA
Einheitlicher Euro-Zahlungsraum (Single Euro Payments Area). SEPA ist das Gebiet der EU/EWR-Länder und der Schweiz, in dem Bürger, Unternehmen und andere Wirtschaftsakteure Zahlungen in Euro tätigen und entgegennehmen können, unabhängig davon, ob diese innerhalb der Landesgrenzen oder über diese hinaus abgewickelt werden, und zwar zu gleichen Bedingungen und mit gleichen Rechten und Verpflichtungen – unabhängig vom jeweiligen Ort.
SEPA-Basislastschriftverfahren
Das SEPA-Basislastschriftverfahren ist das Zahlungsverfahren für die Abwicklung von Lastschriften in Euro im SEPA-Raum, wie es im entsprechenden Regelwerk (Rulebook) festgelegt ist.
SEPA-Firmenlastschriftverfahren
Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren ist das Zahlungsverfahren für die Abwicklung von Lastschriften in Euro im SEPA-Raum für Firmenkunden als Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtige, wie es im entsprechenden Regelwerk (Rulebook) festgelegt ist.
SEPA-Lastschrift
Eine SEPA-Lastschrift in ein Zahlungsinstrument, das den Regeln des SEPA-Lastschriftverfahrens zur Abwicklung von Lastschriftzahlungen in Euro von Bankkonto zu Bankkonto im ganzen SEPA-Raum unterliegt.
SEPA-Lastschrift-Mandat
Das Mandat ist Ausdruck der Zustimmung und der Ermächtigung seitens des Zahlungspflichtigen gegenüber dem Zahlungsempfänger, ihm die Initiierung von Einzügen zulasten seines angegebenen Kontos einzuräumen. Der Zahlungspflichtige ermächtigt damit sein Finanzinstitut stillschweigend und im Einklang mit den Bestimmungen des Regelwerks (Rulebook), solche Einzüge abzuwickeln.
SEPA-Lastschriftverfahren
Das SEPA-Lastschriftverfahren ist das Zahlungsverfahren für die Abwicklung von Lastschriften in Euro im SEPA-Raum, wie es im entsprechenden Regelwerk (Rulebook) festgelegt ist.
Sequenztyp
Ein XML-Meldungselement, das die zugrunde liegende Transaktionssequenz entweder als wiederkehrend oder als einmalig identifiziert.
STEP2
Pan-europäisches automatisiertes Clearinghaus (PE-ACH) für Massenzahlungen in Euro.
TARGET2
Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer system: Zahlungsverkehrssystem der Europäischen Zentralbank für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen, worüber die Notenbanken der EWU-Länder ihre Zahlungen abwickeln.
TARGET-Tag
Ein TARGET-Tag ist ein Bankwerktag, an dem das TARGET2-System in Betrieb ist. Nicht-TARGET-Tage sind Samstage und Sonntage sowie folgende Feiertage: Neujahrstag, Karfreitag und Ostermontag, 1. Mai, 25./26. Dezember.
Transaktions-ID
Eine von der Applikation des Senders vergebene eindeutige Identifikation der Transaktion. Diese wird bei jeglicher Kommunikation zwischen den Parteien verwendet.
Urheber der Rücküberweisung BIC
Eine vom Zahlungsempfänger definierte und bereitgestellte Information zur Weiterleitung an den Zahlungspflichtigen. Sie muss in der Folge vom Finanzinstitut des Zahlungspflichtigen dem Zahlungspflichtigen kommuniziert werden, sobald sein Konto belastet wird.
Verrechnungsdatum
Datum, an welchem die Interbank-Verrechnung erfolgt.
Voravisierung des Einzugs
Vor der Übermittlung des Einzugs an das Finanzinstitut des Zahlungsempfängers benachrichtigt der Zahlungsempfänger den Zahlungspflichtigen über die Summe und das gewünschte Verarbeitungsdatum. Die Voravisierung kann mit oder als Teil von Handelsdokumenten (z.B. Rechnung) oder unabhängig davon verschickt werden.
Zahlungsempfänger
Eine Einzelperson oder Gesellschaft, die eine Lastschrift auslöst.
Zahlungsempfängerreferenz
Eine vom Zahlungsempfänger vergebene, eindeutige Information zur Lastschrift.
Zahlungspflichtiger
Eine Einzelperson oder Gesellschaft, dessen Konto mit einer Lastschrift belastet wird.



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